01.09.11 Abschied von der Glühbirne: Haben Sie sich an die Energiesparlampen gewöhnt?
Abschied von der Glühbirne: Haben Sie sich an die Energiesparlampen gewöhnt?
Moderatorin: Christine Krueger
Experte: Dr. Peter Liese, Europaabgeordneter (CDU) und Mitglied im Umweltausschuss

Fazit: Knapp positiv
Mein Fazit bzgl. des Glühbirnenverbotes fällt nach dem Tagesgespräch knapp positiv aus.
Das häufig zu hörenden Quecksilber-Argument entkräftete der Studiogast weitgehend.
Peter Liese wies darauf hin, dass durch den gesparten Strom weniger Quecksilber in die Umwelt gelangt,
als durch die dafür benötigten Energiesparlampen (selbst wenn man sie unsachgemäß entsorgt).
Gegenargumente waren, die unnötige Einschränkung der Verbraucherfreiheit und man sollte doch besser erst bei großen Verbrauchern ansetzen. Das Freiheitsargument trifft schon zu, eine zusätzliche Steuer auf Glühbirnen wäre besser gewesen als
das Verbot. Allerdings machte der Experte klar, dass solch eine Lösung EU weit wohl nicht durchsetzbar gewesen wäre.
Das Argument, die größeren Verbraucher sollten zuerst dran sein, hat ebenfalls was für sich.
Besonders wenn man den Bogen weiter spannt, so wie es eine Anruferin tat und bspw. "Schwachsinnsautos" (das ist meine Wortwahl ) mit einbezog. Andererseits: Lieber ein kleiner Erfolg als gar keiner.
Weiterhin wurde deutlich, welchen Handlungsbedarf es noch gibt.
Als Verbraucher ist man unsicher, ob das, was auf der Verpackung steht, stimmt.
Es ist auch nach dem Kauf schwer nachzuprüfen. Und wer schreibt sich schon auf, wann und wo er eine Lampe gekauft hat (wie ein Anrufer von sich berichtete) um die Garantie in Anspruch nehmen zu können oder in Zukunft eine andere Wahl treffen zu können.
Nächster Punkt ist das Recycling. Es muß sehr einfach werden, eine Energiesparlampe zum Recycling zu geben.
Container oder Rückgabe in Geschäften wären hier Möglichkeiten.
Dann wäre noch zu fragen, wird wirklich optimal recycelt?
Sind die Produkte so gefertigt, dass ein vernüftiges recyceln möglich ist?
Oder landet vielleicht ein Teil der gesammelten Birnen doch einfach irgendwo auf einer Deponie?
Gibt es ausreichend Kontrollen?