12.06.09 Kleiderkammern und Suppenküchen: Was hilft den Armen wirklich?

Kleiderkammern und Suppenküchen: Was hilft den Armen wirklich?
Moderator: Stefan Parrisius
Experte: Prof. Stefan Selke, Soziologe FH Furtwangen
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Stichworte: 1 Mio werden täglich von der Tafel versorgt/ Armut verfestigt, statt bekämpft?/ 32 000 ehrenamtliche Helfer bei der Tafel/ Idee Überfluss und Bedarf auf der anderen Seite/ Regeln und Pflichten für den Kunden der Tafel/ 850 Tafeln in Deutschland/ "containern"/ Hilfe zur Selbsthilfe/ kein Allheilmittel/ Gründungswut, Professionalisierung der tafeln in Deutschland typisch/ Helfen als Selbstzweck/ Erwartungsspirale/ Tafeln können die Versorgung nicht garantieren/ Almosenempfang ist mit der Würde des Menschen nicht vereinbar/ Ebenso wie in der Entwicklungshilfe/ Tafelhilfe ist einfacher als politische Veränderung, ändert nichts an der Struktur/ Wegwerftabu/ Grundlage der Tafeln wird im dünner, da Logistik im besser wird/ Politisch und menschlich/karitativ tätig sein/ Früher: Sozialküchen/ Selbstauflösung ist in der Organisation der Tafel nicht vorgesehen/ Tafeln sind die angenehmere Art der Abhängigkeit/ Staat und Gesellschaft delegiert an Private/ Tafeln sind nicht alternativlos/ In Deutschland spricht man von relativer Armut/ Von "wir verteilen das überflüssige" zu "wir ersetzen das Fehlende"/ Größeneffekt/ Bürgerrechte werden schleichend durch ehrenamtliches Engagement ersetzt/ Reiner Haupka, bayrische Tafeln/ 167 Tafeln in Bayern/

Es ist "schick" eine Tafel in der Stadt zu haben/ Es wird ausgeteilt/ Kunden der Tafel bekommen teilweise so viel, das sie es gar nicht alles verbrauchen/ Tafelmitarbeiter sortieren im Supermarkt Wahren und ersetzen dort Arbeitskräfte/ Nachbarschaftliche Hilfe/ Tafel plus/ Bedingungsloses Grundeinkommen/ Krank geworden durch Armut, unfähig Selbstinitiative zu ergreifen/ Menschenbild/ Vollbeschäftigung wird es wohl nicht mehr geben, Gesellschaft muss damit umgehen lernen/ SEK Einsatz/ "Heiland schmeiß Geld runter"