Nochmal Guantanamo
Ein Tagesgespräch zur Aufnahme von Guantanamo-Häftlinge hatte wir schon einmal und damals wie heute hat mich die Diskussion aufgebracht. Ich möchte hier meinen Kommentar zum heutigen Tagesgespräch zitieren: Es stellt sich die Frage, was will Herr Bosbach eigentlich? Will er unseren Ruf als Oberlehrer in der Welt festigen, Wahlkampf machen ober ist es kindischer Trotz der ihn antreibt? Er war ja schon immer gegen Guantanamo und jetzt sollen die Ami sehen, wie sie das wieder hinbekommen. Obama ordnet die Welt neu, Bosbach möchte etwa 10 von den USA unrechtmäßig festgehaltene nicht aufnehmen, aus Prinzip nicht. Das wäre auch viel zu gefährlich. "Wenn man nichts gemacht hat, kommt man ja auch nicht ins Gefängnis" (sinngemäß zitiert) assistierte ein Hörer. Ja, prima Ansicht. Stimmt in Deutschland sogar (noch) , aber längst nicht überall auf der Welt. Und auch bei uns bestätigen Ausnahmen die Regel. Im übrigen ist klar, dass die Sicherheitsfrage in jedem Einzelfall gestellt wird und von den USA auch zu beantworten ist. Genauso klar ist, dass es keine absolute Sicherheit gibt. Ansonsten versteht er nicht, weshalb die Uguren nicht in den USA leben wollen, schließlich seien die 23-mal größer als Deutschland und würden ja neu regiert. Dann preist er noch die große Humanität der Deutschen, man habe erst kürzlich 2500 Iraker aufgenommen. Das sind vorwiegend Christen (wie Herr W. Bush auch), das ist natürlich etwas anderes. Andersdenkende bezichtigt er des Gutmenschentums, was einen Hörer soweit bringt, sich bereit zu erklären einen Uguren aufzuznehmen. Und so wird durch diesen Auftritt von Herrn Bosbach möglicherweise doch etwas Gutes erreicht. Denn vielleicht findet sich jetzt noch ein Bürgermeister, der sich bereit erklärt (soweit es in seiner Macht steht) Verantwortung zu übernehmen.
