07.06.11 Weniger Atom, mehr Kohle und Gas: Was halten Sie von dieser Energiewende?
Weniger Atom, mehr Kohle und Gas: Was halten Sie von dieser Energiewende?
Moderator: Stefan Parrisius
Experte: Prof. Dr. Christian Hey, Generalsekretär des Sachverständigenrates für Umweltfragen bei der Bundesregierung

Die
Anrufer waren fast alle dafür, nur Dr. Astrid Petersen, Vorsitzende der Kerntechnischen Gesellschaft war dagegen. Eigentlich hatte sie überhaupt keine brauchbaren Argumente, jedenfalls konnte ich keines nachvollziehen. Einige Male wurde die regionale, regenerative Vollversorgung ins Gespräch gebracht. Damit könne man sich den Ausbau der Netzt sparen, meinten die Anrufer. Dr. Hey meinte, dass die regionale Versorgung unter günstigen Umständen möglich sei, aber eben keine Option für Ballungsräume und die Industrie. Für die Industrie ist das sicher richtig und auch die Ballungsräume werden sich vorläufig nicht selbst versorgen können. Dennoch kann man die Kraft-Wärme-Kopplung in den Städten stark ausbauen. Das ist zwar keine (rein) regenerative Stromgewinnung, aber sie spart Primärenergie und Netzkapazität.
Die Grundlast
"Die Grundlast muss gesichert sein."
Das ist fast so etwas wie ein Dogma. Von Vertretern der Atomlobby, aber auch von einigen Politikern wird diese Aussage
immer wieder getätigt.
Der Experte stellte das aber in Frage.
Das Argument: Einer schwankenden Energieform muss man eine schnell regelbare zur Seite stellen.
Und nicht eine statische. Das ist vollkommen logisch und für Betreiber von Großkraftwerken eine schlechte Nachricht.
Ein Telepolis-Artikel zu diesem Thema: http://www.heise.de/tp/blogs/2/149373